{"id":137,"date":"2018-11-22T22:56:11","date_gmt":"2018-11-22T21:56:11","guid":{"rendered":"http:\/\/christinevelan.com\/?p=137"},"modified":"2023-01-09T17:39:53","modified_gmt":"2023-01-09T16:39:53","slug":"presseartikel-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christinevelan.com\/index.php\/2018\/11\/22\/presseartikel-1\/","title":{"rendered":"Die Mafia der heiligen Krieger"},"content":{"rendered":"\n<p>Frankreichs Starphilosoph Bernard-Henri L\u00e9vy \u00fcber den Mord an dem Reporter Daniel Pearl, den Djihad als Business und die Verstrickungen der Atommacht Pakistan<br>Im Pariser Grandhotel Montalembert bekommt eine Dame mit, dass Bernard-Henri L\u00e9vy erwartet wird. Unter dem Akronym BHL kennt ihn in Frankreich jedes Kind. Die Frau im Chanel-Twinset beginnt zu schw\u00e4rmen: &#8222;Er ist sch\u00f6n. Er ist intelligent. Er hat eine junge Frau. Und er ist reich. Er hat wirklich alles! Aber achten Sie bei den Fotos darauf, dass er sein Hemd zukn\u00f6pft. Er l\u00e4sst es immer viel zu weit offen. Ich bin eher eine verklemmte Bourgeoise. Er wird doch nicht entf\u00fchrt worden sein? Schade, dass ich sein neues Buch nicht dabei habe, sonst k\u00f6nnte er es signieren. ,Wer hat Daniel Pearl ermordet? ist gro\u00dfartig.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/christinevelan.com\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/BHL4-764x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-149\" width=\"444\" height=\"595\" srcset=\"https:\/\/christinevelan.com\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/BHL4.jpg 764w, https:\/\/christinevelan.com\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/BHL4-224x300.jpg 224w\" sizes=\"auto, (max-width: 444px) 100vw, 444px\" \/><figcaption>Bernard-Henri L\u00e9vy im Pariser Grandhotel Montalembert<br><em>Hans-Joachim Richter<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Auftritt von BHL himself.<\/p>\n\n\n\n<p>Vanity Fair widmete Ihnen ein achtseitiges Portr\u00e4t, in dem es hei\u00dft, obwohl Sie nicht an Gott glaubten und den Menschen f\u00fcr eine gescheiterte Spezies hielten, seien Sie ein zutiefst gl\u00fccklicher Mann.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe zwar keine Ahnung, wie ich auf andere wirke, aber ich stecke voller Lebenslust und handle \u00fcberhaupt nicht aus einem Ressentiment heraus. Das ist sicher merkw\u00fcrdig f\u00fcr jemanden, der den Gro\u00dfteil seines Lebens damit verbringt, das Grauen der unterschiedlichsten Kriege zu sehen und verstehen zu wollen. Ich bin furchtbar pessimistisch, aber gleichzeitig nicht traurig.<\/p>\n\n\n\n<p>Worauf beruht Ihr Pessimismus?<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann nicht pessimistisch sein, wenn man an den Krieg denkt, den die Terroristen den Demokraten erkl\u00e4rt haben. Fanatismus und Demokratiehass sind die bedr\u00fcckenden Tendenzen unserer Zeit. Nach dem historischen und dem roten Faschismus sind wir mit diesem Neofaschismus konfrontiert. Aber es gibt gen\u00fcgend Kr\u00e4fte, sich dem entgegenzustellen, insbesondere in der muslimischen Welt, als dass wir die Arme h\u00e4ngen lassen sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie suchten 1971 zum ersten Mal ein Kriegsgebiet auf: In Bangladesch ergriffen Sie f\u00fcr die Bengalen Partei, als diese sich von Pakistan abspalten wollten. Warum bereisen Sie seit nun \u00fcber 30 Jahren die Kriegsschaupl\u00e4tze der Welt?<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist mein Beruf, die Rolle eines Intellektuellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber Sie haben diesen Beruf ausgew\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Sicher. Die Aufgabe eines Intellektuellen, der von der \u00d6ffentlichkeit wahrgenommen wird, liegt darin, dort hinzugehen, wof\u00fcr sich der Westen und die Medien nicht zwangsl\u00e4ufig interessieren. Ich machte zum Beispiel vor zwei Jahren auf die kriegerischen Auseinandersetzungen im S\u00fcdsudan aufmerksam, in denen sich Menschen ohne Sinn und Ziel abschlachteten. In Deutschland verfolgt Hans Christoph Buch mit seinen Reisen nach Westafrika und Lateinamerika den gleichen Ansatz.<\/p>\n\n\n\n<p>Was dr\u00e4ngt Sie dazu, immer wieder dorthin zu gehen?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich sehe nicht jeden Morgen in den Spiegel und frage mich, warum gehe ich zu den Nubas? Sicherlich gibt es Gr\u00fcnde daf\u00fcr, die im Verborgenen liegen. Aber ich frage mich nicht, warum ich die Dinge tue, ich mache sie.<\/p>\n\n\n\n<p>Sind Sie ein Gegner der Selbstreflexion?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich war weder in Psychoanalyse, noch schreibe ich introspektive Romane. Ich bin nicht davon besessen, meine eigenen seelischen Vorg\u00e4nge zum Zweck psychologischer Selbsterkenntnis zu beobachten. Mein Fall interessiert mich nicht besonders, der von Daniel Pearl umso mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Daniel Pearl, der S\u00fcdostasien-Korrespondent des Wall Street Journal, wurde im Januar vergangenen Jahres von islamischen Fanatikern in Karatschi entf\u00fchrt und eine Woche sp\u00e4ter vor laufender Videokamera enthauptet. F\u00fcr Ihr j\u00fcngstes Buch &#8222;Wer hat Daniel Pearl ermordet?&#8220; haben Sie ein Jahr lang in Pakistan, Indien, Amerika und Bosnien die Spuren des Opfers und seines M\u00f6rders verfolgt. Warum haben Sie dieses Verbrechen und dessen Verstrickungen aufdecken wollen?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich folgte einer Art innerem Zwang. In dem Augenblick, als ich von Pearls Tod erfuhr, hatte ich das irrationale, unerkl\u00e4rbare Gef\u00fchl von einem Mikro-World-Trade-Center. Selbst wenn es auf der einen Seite dreitausend Tote und auf der anderen Seite einen einzigen Toten gab, war es f\u00fcr mich ein vergleichbares Ereignis. Symbolisch gesehen hatte es die gleiche Kraft, die gleiche Schockwirkung.<\/p>\n\n\n\n<p>Was hat Sie am meisten schockiert?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Todesszene. Ich hatte den Eindruck, dass wir auf einmal mit etwas Neuem konfrontiert sind. Diese Inszenierung: die Hinrichtung zu filmen, das Verbrechen nicht zu verstecken, sondern auszustellen. Die islamistischen Entf\u00fchrer haben dieses Videoband an das amerikanische Konsulat von Karatschi geschickt. Ich sah darin eine Botschaft an die westliche Welt: &#8222;Seht her, wie wir euch Amerikaner, Juden und Europ\u00e4er in Zukunft behandeln werden.&#8220; In Pakistan kursierte dieses Band zum Verkauf und in manchen Moscheen diente es zur Propaganda.<\/p>\n\n\n\n<p>Spielt es eine Rolle, dass Sie selbst Jude sind und im muslimischen Algerien geboren wurden?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Notwendigkeit, die ich sofort empfunden habe, diese Recherche machen zu m\u00fcssen, geht \u00fcber meine eigene Biografie hinaus. Aber f\u00fcr mich als Jude ist es nicht Nichts, festzustellen, dass ein Mann zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch wie ein Tier abgeschlachtet werden kann, weil seine Eltern Juden sind. Daniel Pearls letzte Worte auf dem Video lauteten: &#8222;My father is a Jew, my mother is a Jew, I m a Jew!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Samuel P. Huntington stellte die These auf, die zuk\u00fcnftige Weltpolitik werde nicht mehr durch ideologische oder wirtschaftliche Auseinandersetzungen, sondern durch den Kampf der gro\u00dfen Kulturkreise bestimmt. Sehen Sie Pearl in diesem Sinne als Symbolfigur der Konflikte, die uns im 21. Jahrhundert erwarten werden?<\/p>\n\n\n\n<p>Nein. Ich glaube sowieso nicht an Huntingtons &#8222;Kampf der Kulturen&#8220;, dass der Westen mit den nicht-westlichen Kulturkreisen im Krieg steht. Im Westen gibt es genauso Demokraten und Faschisten wie in nicht-westlichen Kulturkreisen Demokraten und Fundamentalisten. Die Auseinandersetzung, um die es wirklich geht, findet auf beiden Seiten statt: Es ist der Kampf innerhalb des Islams zwischen moderaten und radikalen Muslimen. Die Kluft zwischen Moderaten und Radikalen ist viel gr\u00f6\u00dfer als die zwischen dem Westen und den moderaten Muslimen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie haben bei Ihren Nachforschungen entdeckt, dass sowohl Daniel Pearl als auch sein zuk\u00fcnftiger M\u00f6rder Omar Sheikh zur gleichen Zeit Huntingtons &#8222;Clash of Civilizations&#8220; lasen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als progressiver linker Jude und Amerikaner wies Danny diesen bl\u00f6dsinnigen Krieg der Kulturen von sich und glaubte weiter an den Frieden mit dem Islam. Er verabscheute die arrogante, dumme Seite Amerikas und stand anderen Kulturen stets aufgeschlossen gegen\u00fcber. Im Alter von drei\u00dfig Jahren hatte er Arabisch gelernt. Danny lehnte das prophezeite Unheil ab. Omar hingegen sah darin die Formulierung seiner eigenen Vision von der Welt, nahm den ihm versprochenen Tod an und bejubelte ihn. Man darf nicht vergessen, dass Huntingtons Theorie nicht nur die amerikanischer Ideologen, sondern auch der geheime Wunsch fanatischer Terroristen wie Bin Laden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>So sehr Sie sich mit Danny, dem Opfer, identifizieren, so sehr scheint Sie Omar Sheikh, der Killer bzw. Drahtzieher des Verbrechens, zu faszinieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich muss zugeben, dass mich keiner so beeindruckt wie Omar, dieser scheinbar zivilisierte, sanfte, kultivierte und feinsinnige Mann mit dieser Mischung aus Scharfsinn und Verblendung, Kultur und krimineller Brutalit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum diese Faszination f\u00fcr die Verk\u00f6rperung des B\u00f6sen?<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist das B\u00f6se? Seit drei\u00dfig Jahren setze ich mich mit dieser Fragestellung auseinander. Ich besch\u00e4ftigte mich mit den Faschisten der 30er-Jahre und mit den Linksradikalen meiner Generation. Heute interessiert mich der radikale Islam: der zeitgen\u00f6ssische Nihilismus, der Wille vieler Menschen, zerst\u00f6ren zu wollen. Omar Sheikh ist ein Prototyp des modernen Terroristen. Nach Pakistan zu reisen ist weit und kompliziert. Aber viel weiter und viel komplizierter ist es, in den Kopf eines Djihadisten zu dringen. Was findet im Kopf des Teufels statt? Was geschieht in der Seele eines Menschen, der eiskalt das B\u00f6se will und das schlimmste aller Verbrechen begeht? Wie funktioniert das Teuflische heute? Wer sind diese modernen Besessenen, die denken, alles sei erlaubt, nicht weil es keinen Gott gibt, sondern gerade weil es ihn gibt und seine Existenz sie in den Wahnsinn treibt?<\/p>\n\n\n\n<p>Haben Sie Antworten darauf gefunden?<\/p>\n\n\n\n<p>Wir stehen einem enormen Ph\u00e4nomen gegen\u00fcber, das wir nicht eindeutig erkl\u00e4ren k\u00f6nnen. Eines wissen wir: Der radikale Terrorismus ist das Ergebnis der Begegnung des Islams mit dem Westen. Aber warum sind gerade jene jungen Muslime, die mit der westlichen Kultur in Ber\u00fchrung kommen, diejenigen, die pl\u00f6tzlich dem schlimmsten Fanatismus verfallen? Was passiert bei diesem Zusammensto\u00df? Wovon h\u00e4ngt es ab, ob die Begegnung des Islams mit dem Westen gelingt oder scheitert? Keiner der gro\u00dfen Djihadisten kam aus arabischen oder pakistanischen Madrassen, Religionsseminaren. Khalid Sheikh Mohammed, der Vertraute von Bin Laden, den die Pakistanis im Februar dieses Jahres verhafteten, ging in den Vereinigten Staaten zur Schule. Mohammed Atta kam aus Hamburg. Auch der Drahtzieher von Pearls Entf\u00fchrung und Ermordung, Omar Sheikh, besuchte die London School of Economics. Die meisten stammen aus gehobenen Verh\u00e4ltnissen und absolvierten angesehene Studieng\u00e4nge in europ\u00e4ischen Hauptst\u00e4dten. Das bedeutet, dass ihre \u00dcberzeugung weder auf Hoffnungslosigkeit noch auf Armut zur\u00fcckzuf\u00fchren ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie erkl\u00e4ren Sie sich im Falle von Omar Sheikh den Wandel vom netten Engl\u00e4nder zum radikalen Islamisten?<\/p>\n\n\n\n<p>Nihilismus, Ressentiments, Racheabsichten und ein fehlendes Zugeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl: Er, als Brite pakistanischer Abstammung, erlebte das Zusammentreffen dieser zwei Kulturen in sich nicht mit Stolz als Chance, sondern schmerzvoll als Verh\u00e4ngnis. Will man den Moment datieren, der Omar Sheikhs Leben umkrempelte, st\u00f6\u00dft man auf den Bosnienkrieg. Dieses Ereignis brachte den moderaten Muslim dazu, seinen islamischen Hintergrund und seine Kontakte zum Westen als Gegensatz zu empfinden. In seinem Gef\u00e4ngnistagebuch steht, dass die Erinnerung an ein vergewaltigtes M\u00e4dchen in diesem Krieg ihn noch Jahre sp\u00e4ter bis ins Mark schockierte. Er bezog sich dabei auf ein Archivbild in einem von ihm gesehenen Film, das eine dreizehnj\u00e4hrige verst\u00fcmmelte Bosnierin zeigt, die von serbischen Milizen vergewaltigt und ermordet wird. Auf einer Studienreise nach Bosnien, die von muslimischen Studenten organisiert wurde, entdeckte Omar Sheikh dann f\u00fcr sich den islamistischen Fundamentalismus. Dabei ist er kein frommer, betender Gl\u00e4ubiger.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie f\u00fchren in Ihrem Buch an, allein die Vorstellung, nach britischem Recht und nicht nach den Gesetzen des Korans, der Scharia, verurteilt zu werden, habe Omar Sheikh bei seinem Prozess in Pakistan au\u00dfer sich geraten lassen. K\u00f6nnen Sie belegen, inwiefern dieser fanatische Djihadk\u00e4mpfer kein guter Muslim sein soll?<\/p>\n\n\n\n<p>Ja! F\u00fcr alle, die ihn kennen und mit denen ich sprach, w\u00e4re ein frommer Omar eine ziemliche \u00dcberraschung. Asad Khan wunderte es, ihn auf der Bosnienreise so selten beten zu sehen. Rhys Patridge erlebte, wie unverfroren er den koranischen Status des &#8222;Reisenden&#8220; ausnutzte, um sich um seine Gebete zu dr\u00fccken. Und Peter Gees, mit dem er zwei Jahre lang dieselbe Gef\u00e4ngniszelle teilte, sagte mir: &#8222;Er glaubt an die Unsterblichkeit der Seele wie daran, dass ein Ei ein Ei ist.&#8220; Omar Sheikh ist ein schlechter Muslim. Ihm geht es nicht um den religi\u00f6sen Glauben, sondern um Ruhm, Ehre und vor allem um die Herrschaft \u00fcber andere. Der Djihad ist eine Mafia.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist das nicht eine \u00e4u\u00dferst spekulative Formulierung?<\/p>\n\n\n\n<p>Die einfachen Soldaten des heiligen Krieges sind sicherlich von einem starken Glauben geleitet. Ihre zynischen, skrupellosen Chefs hingegen handeln aus Machtgr\u00fcnden heraus, um sich selbst zu bereichern. Oft sind es einfach nur Gangster. Man nimmt es viel zu sehr f\u00fcr bare M\u00fcnze, wie sie sich selbst als Gottesfanatiker darstellen. Im Westen haben wir &#8211; wie die arabische Welt &#8211; das Bild von einem Bin Laden, der als saudischer Milliard\u00e4r seinen Reichtum auf dem Altar der arabischen Vergeltung geopfert hat. Das vertuscht vollkommen die Tatsache, dass El Kaida eine Maschine ist, ein gigantisches, den gesamten Erdball umspannendes Netz, um Geld zu machen. Dazu z\u00e4hlen Schutzgelderpressungen, Steuern auf Gl\u00fccksspiele und auf den afghanischen Drogenhandel sowie ausgekl\u00fcgelte, fast nicht nachweisbare Finanzbetr\u00fcgereien, die auf Kreditkartenf\u00e4lschungen beruhen.<\/p>\n\n\n\n<p>Haben Sie f\u00fcr Ihre Hypothese, dass Bin Laden sich vorwiegend bereichern will, Belege?<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen ist allgemein bekannt, dass B\u00f6rsenmakler, die mit Bin Laden in Verbindung standen, durch Put-Optionen auf Aktien der United-Airlines und American-Airlines den Anschlag vom 11. September finanziert haben. Die Vorwegnahme des Ereignisses, seine Virtualit\u00e4t, hat das Ereignis selbst, seine Realisierung, erst erm\u00f6glicht. Diese vollkommen neue Erscheinungsform der politischen Kriminalit\u00e4t kommentierte Bin Laden am 28. September 2001 in einer Tageszeitung in Karatschi: &#8222;El Kaida verf\u00fcgt \u00fcber viele modern gesinnte, gut ausgebildete junge Menschen, die die Schwachstellen im westlichen Finanzsystem kennen und auszunutzen wissen.&#8220; Damit ist alles gesagt.<\/p>\n\n\n\n<p>Was haben Sie in Dubai, der arabischen Hauptstadt des Geldes, entdeckt?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich fand heraus, dass Anschl\u00e4ge von El-Kaida-K\u00e4mpfern, zum Beispiel gegen indische Armeeoffiziere in Kaschmir, verg\u00fctet werden. Der Preis variiert je nach Dienstgrad des Opfers. In Dubai sah ich wechselstubenartige Anlaufstellen f\u00fcr zuk\u00fcnftige Selbstmordattent\u00e4ter, in denen sie ihre Bewerbungsunterlagen abgeben k\u00f6nnen. Der Selbstmordattent\u00e4ter hat einen Preis, der im Voraus zwischen ihm, der Organisation und der Familie ausgehandelt wird. Vertraglich wird festgelegt, welche Summe die Hinterbliebenen monatlich, lebenslang zur Sicherung halbwegs akzeptabler Lebensbedingungen erhalten werden. Wenn der Vertrag gut verhandelt wird, ist er an den Inflationsindex gekoppelt, beziehungsweise in harten Devisen kalkuliert. Ich stie\u00df auf den Fall eines afghanischen Familienvaters, der als Fl\u00fcchtling in der Umgebung von Dubai lebt und nach dem Tod seiner zwei Kinder in Tora Bora 2001 eine Geldsumme erhielt, mit der er eine Metzgerei er\u00f6ffnete.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie haben die Recherchen von Pearl im islamistischen Milieu fortgesetzt. Was haben Sie herausbekommen?<\/p>\n\n\n\n<p>Daniel Pearl war auf der Spur von Richard Colvin Reid, jenem Mann, der am 22. Dezember 2001 mit Sprengstoff in den Turnschuhen das Flugzeug von Paris nach Miami bestieg. Pearl beging den Fehler, Omar Sheikh zu trauen, der ihm versprach, ihn zu Reids Guru zu bringen, zu Mubarak Ali Shah Gilani, dem Anf\u00fchrer der Terrorsekte Jamaat ul-Fuqra, die auf der Liste der terroristischen Organisationen des FBI steht. Am vereinbarten Tag wurde Pearl nicht zu Gilani gebracht, sondern entf\u00fchrt. Daniel Pearl ist nicht gestorben, weil ein paar Gottesfanatiker einfach durchgedreht sind. Bei seiner Ermordung handelt es sich vielmehr um ein Staatsverbrechen. Der pakistanische Pr\u00e4sident Pervez Musharraf sagte einmal \u00fcber Daniel Pearl, er sei &#8222;over intrusive&#8220; gewesen, zu aufdringlich, und sp\u00e4ter, er habe sich leider in den F\u00e4den des Geheimdienstes verstrickt. Pearl hatte in seinem letzten Artikel vom 24. Dezember 2001 aufgedeckt, wie Hamil Gul, der ehemalige Leiter des pakistanischen Geheimdienstes ISI, Ende August 2001 in Kabul den Islamisten Bashiruddin Mahmoud traf, der bis 1999 dem pakistanischen Kommissariat f\u00fcr Atomenergie vorstand. Dieser renommierte Wissenschaftler und Gr\u00fcnder einer Fabrik zur Herstellung von Plutonium hatte wiederum Anfang August 2001 Bin Laden in Kandahar getroffen. Pearls Artikel erregte in Amerika kein gro\u00dfes Aufsehen. Jedoch alarmierte er in Karatschi jene, denen nicht daran gelegen war, dass die Kontakte zwischen El Kaida, dem pakistanischen Geheimdienst und einem Atomwissenschaftler offen gelegt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Gibt es konkrete Beweise f\u00fcr diese Verstrickungen?<\/p>\n\n\n\n<p>Ja, einen weiteren Fall. Mahmouds Chef, der Wissenschaftler Abdul Qadir, gewisserma\u00dfen der Oppenheimer Pakistans, der wahre Vater der am 28. Mai 1998 erstmals getesteten Bombe, ist auch ganz offiziell Mitglied der Terroristenorganisation Lashkar-e-Toiba. Diese Organisation bildet mit der Harkat den engen Kreis um El Kaida. Man muss wissen, dass Abdul Qadir von 1986 bis 1994 eine wissenschaftliche Zusammenarbeit mit dem Iran der Ajatollahs eingeleitet hat. Er begab sich auch mehrmals offiziell als Tourist nach Nordkorea, wo er, der Spezialist f\u00fcr die Herstellung von Plutonium, Freunde behalten hat. In Lahore und Karatschi ist es ein offenes Geheimnis, dass zwischen Pakistan, El Kaida und Nordkorea ein Tauschhandel von Know-how gegen Missiles betrieben wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine entsetzliche Vorstellung.<\/p>\n\n\n\n<p>Ja, denn diese islamistischen Wissenschaftler betrachten die pakistanische Atombombe nicht als Besitz Pakistans, sondern der gesamten islamischen Welt, der Ummah, der Gemeinschaft der Gl\u00e4ubigen. Man stelle sich den Albtraum vor, den sie sich herbeisehnen! F\u00fcr diese Leute w\u00e4re es kein Hochverrat, Bin Laden mit Massenvernichtungswaffen auszustatten, sondern ein Treueakt, fast ein Zeichen der Fr\u00f6mmigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Der pakistanische Pr\u00e4sident Musharraf behauptet, er habe die volle Kontrolle \u00fcber die nukleare Befehlskette und \u00fcber die strikte Trennung zwischen Materiallager und Abschussbasen.<\/p>\n\n\n\n<p>Pakistan ist heute der gr\u00f6\u00dfte Schurkenstaat der Erde. Zwischen Islamabad und Karatschi bildet sich ein veritables schwarzes Loch des internationalen Terrorismus, in dem eine Atmosph\u00e4re der Apokalypse herrscht. Man muss nicht gleich mit dem Schlimmsten rechnen und von einer Katastrophe ausgehen. Doch da die Bombe von Islamisten erfunden wurde, verf\u00fcgen sie schon einmal \u00fcber den Zugangscode zu den \u00dcbermittlungssystemen und den Sprengk\u00f6pfen Pakistans. Die Bedrohung ist da!<\/p>\n\n\n\n<p>Was kann dagegen unternommen werden?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich denke, die Amerikaner und westlichen Diplomaten irren sich, wenn sie Pakistan f\u00fcr einen stabilen Staat halten, den Musharraf unter Kontrolle hat. Es handelt sich wieder einmal um eine historische Fehleinsch\u00e4tzung. Trotz antiterroristischer Kooperationen bleibt Pakistan ein gef\u00e4hrliches Land. Selbst wenn seine Regierung dem Islamismus den Prozess machen will, indem sie Islamisten &#8211; am Beispiel von Omar Sheikh &#8211; zun\u00e4chst zum Tode verurteilt. Wenn man die Liste der so genannten &#8222;Schurkenstaaten&#8220; von Bush junior betrachtet, f\u00e4llt einem auf, dass es zuf\u00e4llig dieselben wie von Bush senior sind. George W. Bush ist zehn Jahre zu sp\u00e4t dran. Er muss seine Liste aktualisieren. Die Welt und ihre Bedrohungen haben sich ver\u00e4ndert. Die Gefahr geht nicht mehr von Libyen, dem Iran und Irak aus, sondern von Pakistan, Saudi-Arabien, dem Jemen und Nordkorea. Die Sache dr\u00e4ngt mehr als jemals zuvor, da wir vor der gro\u00dfen Herausforderung des beginnenden Jahrhunderts stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie haben gesagt, der Kaschmirkonflikt zwischen Indien und Pakistan sei brisanter als das Nahostproblem. Warum?<\/p>\n\n\n\n<p>Meine \u00c4u\u00dferung soll dazu provozieren, nicht nur auf Pal\u00e4stina fixiert zu sein. In Europa unterliegen wir einer Art Pawlow schem Mechanismus, den Islam mit der arabischen Welt gleichzusetzen. Dabei verlieren wir den asiatischen Islam aus den Augen. Von Pakistan, Afghanistan, Indonesien und den Philippinen aus gesehen steht der pal\u00e4stinensische Konflikt viel weniger im Zentrum, als man es von Paris oder Berlin aus denkt. Die Turbulenzen im Inneren der muslimischen Welt kommen in Kaschmir zum Vorschein. Dort steht man mitten im Auge des Zyklons.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie haben Sie den Mut aufgebracht, Binori Town in Karatschi zu betreten, jenes sunnitische Religionsseminar, das Taliban-W\u00fcrdentr\u00e4ger ausbildete und Bin Laden versteckt haben soll?<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist nicht Mut, da hineinzugehen. Wie soll ich sagen . ich habe dieses Jahr in einem merkw\u00fcrdigen Zustand verbracht: sozusagen in Losl\u00f6sung oder Abwesenheit von mir selbst mit diesem obsessionellen Willen, ans Ende dieser Geschichte zu gelangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Haben Angst oder Vorsicht Sie nie gebremst?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Angst war immer da. Binori Town ist wie ein eigenes Dorf in der Stadt, gro\u00df. Man verliert sich dort. Als ich es betrat, war mir vollkommen bewusst, dass ich der erste muslimische Fremde, noch dazu der erste Jude war, der dort eindrang. Nat\u00fcrlich ist dieses Gef\u00fchl nicht beruhigend und Vertrauen erweckend. Aber dass es einen bremst? Nein.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr Vorg\u00e4nger wurde bei seinen Recherchen ermordet. Welche Sicherheitsvorkehrungen haben Sie getroffen?<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Vorsichtsma\u00dfnahmen bestanden darin, meine Aufenthalte zu zerst\u00fcckeln und die Recherche nicht in einem einzigen Zeitraum durchzuf\u00fchren. Ich blieb nie l\u00e4nger als zehn oder 15 Tage. Au\u00dferdem hatte ich das Gl\u00fcck, Franzose und Schriftsteller zu sein. Wenn ich Amerikaner und Journalist gewesen w\u00e4re, h\u00e4tte ich Pearls Recherche nicht fortsetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer Lobeshymne auf Daniel Pearl bezeichnen Sie sich in Ihrem Buch selbst als seinen &#8222;Bruder&#8220;, als &#8222;Gleichgesinnten&#8220;. Deutschsprachige Rezensionen kreideten Ihnen an, dass Sie selbstgef\u00e4llig in dieser Rolle aufgingen, ihn als Marionette instrumentalisierten und sich seines Martyriums bem\u00e4chtigten.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischen der Hommage an Danny und mir sind im Buch bestimmt zwei Seiten. Dieser Vorwurf \u00fcberrascht mich. Den Eltern von Pearl w\u00e4re es nie in den Sinn gekommen, dass ich ihren Sohn benutze und selbst zu pr\u00e4sent bin. Judea und Ruth Pearl verstehen mein Buch ausschlie\u00dflich als Ehrerbietung an ihren Sohn und die Werte, die er verk\u00f6rperte.<\/p>\n\n\n\n<p>Le Monde pries Ihr Buch als &#8222;\u00fcberzeugend und verst\u00f6rend&#8220;, Le Point als einen &#8222;pr\u00e4chtigen und Furcht erregenden Bericht&#8220; an. Le Figaro verglich Sie mit Norman Mailer und James Ellroy. Auf Grund der an &#8222;Heiligsprechung grenzenden&#8220; Berichterstattung wurde im Ausland an Ihrem Beispiel die Beziehungskorruption und Machtballung des franz\u00f6sischen Literaturbetriebs angeprangert.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Behauptung zeugt eher davon, dass sowohl die franz\u00f6sische Presse als auch meine Situation falsch eingesch\u00e4tzt werden. Wenn mich das System hier angreifen will, macht es das. Vor sechs Jahren ist die gesamte Presse \u00fcber meinen Film &#8222;Der Tag und die Nacht&#8220; hergefallen, den ich mochte und noch immer sehr mag. Diese einhellig vernichtende Kritik fand ich ungerecht und hat mich sehr verletzt. Ich glaube nicht, dass mein Einfluss ausreicht, als dass ich den Zeitungen ihre Ansichten \u00fcber mich diktieren k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Meinen Sie, dass Ihr mond\u00e4nes Image m\u00f6glicherweise provoziert?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin wie ich bin. Ich stehe dazu: Ich f\u00fchre ein Leben im absoluten Wohlstand. Die, die es st\u00f6rt, nerve ich damit. Ich entspreche vielleicht nicht dem klassischen Profil eines engagierten Intellektuellen. Aber ich werde mich nicht \u00e4ndern und anfangen Theater zu spielen, um in ein bestimmtes Bild zu passen. Ich stehe vollkommen zu meinen Eigenheiten und zu meiner eigenen Wahrheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihnen wurde Narzissmus und Ich-Besessenheit vorgeworfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ja, jeder Schriftsteller ist ein bisschen narzisstisch. Wenn die Kritik sagen wollte, dass ich kein gew\u00f6hnlicher Reporter bin, hat sie Recht. Was ich schreibe ist Literatur, subjektiv.<\/p>\n\n\n\n<p>Unl\u00e4ngst haben Sie im Pariser Wachsfigurenkabinett, dem Gr\u00e9vin Museum, Ihr eigenes Monument errichtet bekommen. Wie war es, der Bernard-Henri-L\u00e9vy-Statue gegen\u00fcberzustehen?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe nichts gef\u00fchlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte Christine Velan.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Person \/\/ BERNARD-HENRI L\u00e9VY wurde 1948 in Algerien geboren und lebt in Paris. Sein Vater hinterlie\u00df ihm ein beachtliches Verm\u00f6gen. Er ist mit der glamour\u00f6sen Schaupielerin Arielle Dombasle verheiratet. In Frankreich gilt er als einer der namhaftesten Intellektuellen und insbesondere als engagierter Experte des Nahen und Mittleren Ostens. In Deutschland erschien sein j\u00fcngstes Buch &#8222;Wer hat Daniel Pearl ermordet?&#8220; im Econ Verlag.<\/p>\n\n\n\n<p>DER PHILOSOPH Henri L\u00e9vy tauchte vor f\u00fcnfundzwanzig Jahren im Sartre-Umfeld auf. Er z\u00e4hlt zu den f\u00fchrenden &#8222;nouveaux philosophes&#8220;, die sich Ende der 70er-Jahre vom Marxismus und vom revolution\u00e4r-utopischen Denken lautstark verabschiedeten. In seinem ersten Buch &#8222;Die Barbarei mit menschlichem Gesicht&#8220; (Rowohlt Verlag 1985) zeigte er auf, inwiefern der Marxismus das Paradigma eines anderen Totalitarismus war. Von seinen philosophischen B\u00fcchern wurde zuletzt seine Biografie \u00fcber Jean-Paul Sartre ins Deutsche \u00fcbersetzt. &#8222;Sartre, der Philosoph des 20. Jahrhunderts&#8220; (Hanser Verlag 2001).<\/p>\n\n\n\n<p>DER GLOBETROTTER bereist seit \u00fcber drei\u00dfig Jahren Kriegsschaupl\u00e4tze, um den Horror der Barbarei h\u00f6chst medienwirksam anzuklagen. 1992 harrte er als Jude im belagerten Sarajevo an der Seite der bosnischen Moslems aus.<\/p>\n\n\n\n<p>DER FILMEMACHER drehte &#8222;Der Tag und die Nacht&#8220; mit Lauren Bacall, Alain Delon und Arielle Dombasle. Die franz\u00f6sische Kritik stufte den Streifen 1997 einhellig als &#8222;schlechtesten franz\u00f6sischen Film aller Zeiten&#8220; ein.<\/p>\n\n\n\n<p>L\u00e9VY WAR PR\u00c4SIDENT des Programmbeirates von Arte, ist Filmproduzent von &#8222;Les Films du Lendemain&#8220;, Herausgeber einer Buchreihe des Verlags &#8222;Grasset&#8220; sowie der Literaturzeitschrift &#8222;La r\u00e8gle du jeu&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Was geschieht in der Seele eines Menschen, der eiskalt das schlimmste aller Verbrechen begeht?<\/p>\n\n\n\n<p>George W. Bush ist zehn Jahre zu sp\u00e4t dran. Die Welt und ihre Bedrohungen haben sich ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/der-franzoesische-philosoph-michel-onfray-haelt-praesident-sarkozy-fuer-ein-schlecht-erzogenes-kind-das-nie-erwachsen-geworden-ist-ein-gespraech-ueber-den-spielzeugladen-der-republik-der-peter-pan-komplex-li.60511\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interview, Berliner Zeitung<br \/>\nFrankreichs Starphilosoph Bernard-Henri L\u00e9vy \u00fcber den Mord an dem Reporter Daniel Pearl, den Djihad als Business und die Verstrickungen der Atommacht Pakistan<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":149,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21,1],"tags":[],"class_list":["post-137","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-artikel","category-veroeffentlichungen","has-featured-image"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/christinevelan.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/137","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/christinevelan.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/christinevelan.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christinevelan.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christinevelan.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=137"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/christinevelan.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/137\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":183,"href":"https:\/\/christinevelan.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/137\/revisions\/183"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christinevelan.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/149"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/christinevelan.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=137"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/christinevelan.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=137"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/christinevelan.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=137"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}